Danksagung

Gruppenfoto der Tageshelfer
Gruppenfoto der Helfer an unserem Haus am 14. Juli 2021

Nun sind bald sechs Wochen seit der Unwetterkatastrophe vergangen und bevor ich über meine aktuelle Situation berichte, möchte ich mich erst einmal aufrichtig bedanken.

Mein persönlicher Dank gilt allen Helfern, die aus ganz Deutschland hierher ins Ahrtal kamen und immer noch kommen, um völlig unbürokratisch und vor allem uneigennützig zu helfen. Ohne die von Marc Ulrich organisierten Helfer-Shuttle, die an den Wochenenden bis zu 3.000 Helfer tatsächlich aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz ins Tal bringen, hätten wir noch längst nicht so viel Schlamm beseitigen sowie Schrott und Schutt heraus tragen können und wären noch längst nicht so weit mit der Kernsanierung unseres Hauses. Sie kamen mit Schaufeln, Besen, Schubkarren, Stemmhammern oder einfach nur mit ihren arbeitswilligen Händen.

Der Lohnunternehmer Markus Wipperfürth aus Puhlheim folgte dem Aufruf des Gartenbauers Wilhelm Hartmann aus Fulda und startete am Tag nach der Hochwasser-Flut direkt mit großem Traktor Richtung Ahrtal und arbeitet sich nach Walporzheim durch. Markus nahm die Organisation der privaten Helfer in die Hand, postete die Leistungen der vielen Freiwilligen auf Facebook und sorgte so, lange, lange vor behördlichen Maßnahmen, für eine breite Öffentlichkeit. Erst drei Tage nach der Katastrophe versuchte die dafür zuständige ADD Trier den Einsatz und die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen zu regeln. Seitdem leisten diese, bestehend aus Bundeswehr, THW, Rotes Kreuz, Johanniter, Malteser und den vielen, vielen Feuerwehren aus allen Teilen der Republik, ihren unverzichtbaren Beitrag.

Suchhundestaffeln waren im Einsatz, um in den riesigen Schuttmassen Vermisste hoffentlich lebend zu bergen. Die Landwirte kamen nach den Getreideernten mit riesigen Schleppern um die Müll- und Schuttberge abzutransportieren. Und noch viele, viele Helfer mehr waren und sind noch im Einsatz. Dafür danke ich allen von ganzem Herzen. Deutschland zeigt sich solidarisch durch: „nicht lang schnacken, einfach mit anpacken“.

Auch aus anderen Teilen der Welt kommt Hilfe. Einige hatten wie ich Spendenaufrufe bei GoFundMe gestartet, diesen aber auf Englisch und für die ganze Straße verfasst. So kam finanzielle Unterstützung auch aus anderen Ländern bei uns an. Ebenso führten die nationalen Spendenaktionen zu kleinen Soforthilfen.

Außerdem sind inzwischen jede Menge Sachspenden alle Art eingetroffen, die es ermöglichen einen gewöhnlichen Haushalt wieder aufzubauen.

All diesen Rückhalt und diese Solidarität zu erleben, tröstet nicht nur über das Chaos, die Zerstörung und die Verluste hinweg, es ermutigt und ermuntert zum Weitermachen und Wiederaufbau, stärkt die eigene Hoffnung und gibt ein motivierendes und positives Bild auf die Gesellschaft.

Diese Videomontage zeigt eindrücklich, wie viel Arbeit im Ahrtal noch vor uns allen liegt und dass wir leider noch eine Weile auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sein werden.

Herzlichsten Dank für Alles! Ich freue mich auch weiterhin auf eure Spenden, auf die ich wirklich angewiesen bin.

Hier noch weitere Links zum Thema Spenden:
Eine Sammlung von offiziellen Unterstützungsmöglichkeiten für das Ahrtal.
Der VDP.Adler hilft e.V. für den Wiederaufbau der Weinregion.
– Das Deutsche Weininstitut hat ebenfalls verschiedene Hilfsmöglichkeiten zusammengetragen.
– Der Flutwein und die Solid-Ahr-ität sind weitere Initiativen. Hier ein Medienbericht dazu.

Und zwei weitere zur Spendenverwendung allgemein:
Rhein-Zeitung und SWR.

In diesem Katastrophenfall können auch private Spenden in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Mehr Infos dazu.

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